Nano-Lektion · dauert in der Regel 2–3 Minuten
Sichere Passwörter & Zwei-Faktor-Authentifizierung
Lange Passwörter, ein Passwort-Manager und MFA — die Kurzversion.
Verwendest du dein Passwort mehrfach?
Benutzt du bei der Arbeit dasselbe Passwort wie in einem Online-Shop? Wenn die Daten des Shops geleakt werden — und das passiert —, probieren Kriminelle automatisch dasselbe Passwort auch überall sonst aus. Deshalb ist Wiederverwendung einer der häufigsten Einfallstore.
So machst du es richtig
- Nutze lange Passwörter (ein Satz mit 4+ Wörtern ist besser als „Sommer2024!“).
- Verwende niemals dasselbe Passwort für mehrere Dienste.
- Nutze einen Passwort-Manager — eine App, die deine Passwörter für dich speichert und automatisch einträgt. Dein Smartphone hat bereits einen eingebaut (iPhone: die App „Passwörter“ · Android: Google).
- Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFAMulti-Faktor-Authentifizierung (MFA/2FA): ein zusätzlicher Schritt neben dem Passwort — zum Beispiel ein Code oder eine Bestätigung auf deinem Handy —, damit sich niemand nur mit dem Passwort einloggen kann.) überall, wo es möglich ist.
Wo ist es sicher, dein Passwort einzugeben?
https://login.meine-firma.de
Nur auf der echten Seite mit https und einem Schlosssymbol — und lass deinen Passwort-Manager das Eintragen übernehmen. Er weigert sich nämlich, die Daten auf einer gefälschten Domain einzutragen, sodass ein fehlendes Auto-Ausfüllen ein Warnsignal ist.
Wenn du unerwartet eine MFA-Anfrage erhältst
bestätige sie nicht — das kann bedeuten, dass jemand versucht, sich mit deinem Passwort einzuloggen.
Merk dir
Das sagt die Forschung
Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA) reduziert das Risiko einer Konto-Übernahme um ca. 99,2 % — auch nach einem Passwort-Leak. Ein Passwort-Manager hilft allerdings nur, wenn du ihn für dich neue, einzigartige Passwörter erstellen lässt; und nur ~13 % ändern ein geleaktes Passwort innerhalb von drei Monaten — Wiederverwendung ist also der große Übeltäter.
Microsoft Research 2023 · Lyastani et al., USENIX Security 2018 · Bhagavatula et al., CMU 2020.
Frage 1 von 3
Welches Passwort ist am schwersten zu knacken?
✓ Richtig!
Länge schlägt Symbole: Vier zufällige Wörter zu erraten dauert unendlich viel länger als bei sechs Zeichen — und Muster wie „Sommer + Jahreszahl“ sind das Erste, was Maschinen ausprobieren.
Frage 2 von 3
Du benutzt dasselbe Passwort bei der Arbeit und in einem Online-Shop. Der Shop wird gehackt. Was bedeutet das für dein Arbeitskonto?
✓ Richtig!
Kriminelle testen geleakte Passwörter vollautomatisch gegen Tausende anderer Dienste — und deine E-Mail-Adresse ist meist der Benutzername. Ändere es und verwende es nie mehrfach.
Frage 3 von 3
Du musst dich bei einem neuen System anmelden. Wie wählst du dein Passwort?
✓ Richtig!
Ein „sicheres“ Passwort hilft nicht, wenn es an einer Stelle geleakt und überall sonst verwendet wird — und „+1 am Ende“ erraten Maschinen sofort. Jedes Mal einzigartig; der Manager merkt es sich für dich.
Gut gemacht!
Du hast einen der Grundkurse absolviert – den alle kostenlos bekommen.
Mit einem kostenlosen Login:
- Deine Punkte, dein Fortschritt und dein Kursnachweis werden gespeichert.
- Du bekommst Kurse, die auf deine Rolle zugeschnitten sind – nicht nur die Grundkurse.
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