Nano-Lektion · dauert in der Regel 2–3 Minuten
Was du niemals in eine KI eingibst
Alles, was du an einen Chatbot schreibst, verlässt das Haus. Hier ist die Linie, die du nicht überschreiten darfst.
Daten verlassen das Haus
Du hast ein langes Dokument, und ein Chatbot kann es in zehn Sekunden zusammenfassen. Doch in dem Moment, in dem du den Text einfügst, hast du ihn an einen Anbieter geschickt — oft in ein anderes Land. Das ist nicht dasselbe wie eine Datei auf deinem eigenen Computer zu öffnen; es ist, als würdest du sie einem Fremden per E-Mail schicken.
Das darf niemals in ein KI-Werkzeug, das dein Arbeitsplatz nicht freigegeben hat
- Namen und Angaben zu Kunden, Bürgern, Patienten oder Kollegen — schon eine Sozialversicherungsnummer in einem Satz.
- Gesundheit, Krankheit, Abwesenheit — diese Angaben sind besonders geschützt.
- Passwörter, Schlüssel und Zugangsdaten. Niemals.
- Verträge, Preise und Zeichnungen, die die Konkurrenz nicht sehen darf.
Die gute Angewohnheit
Frag dich selbst: Würde ich das per E-Mail an einen Anbieter schicken? Lautet die Antwort nein, dann gehört es auch nicht in den Chatbot. Brauchst du die Hilfe trotzdem, dann entferne zuerst das Persönliche — „ein Kunde“ statt eines Namens, „ein Mitarbeitender“ statt eines Kollegen.
Aber manche Werkzeuge DARFST du benutzen
Das heißt nicht, dass KI verboten ist. Manche Abonnements wurden genau für die Arbeit gekauft, weil der Anbieter unterschrieben hat, dass das, was ihr eingebt, nicht mit anderen geteilt und nicht zum Training des Modells verwendet wird. Genau das ist der Unterschied zwischen dem Werkzeug, für das der Arbeitsplatz bezahlt, und dem kostenlosen, über das ein Kollege gestolpert ist. Diesen Unterschied siehst du nicht auf dem Bildschirm — er steht im Vertrag. Also rate nicht: Frag deine Führungskraft oder die zuständige Person, welche Werkzeuge ihr benutzen dürft, und halte dich daran.
Merk dir
Frage 1 von 3
Du sollst eine Antwort an einen unzufriedenen Kunden schreiben und möchtest dir von einem Chatbot helfen lassen. Was tust du?
✓ Richtig!
Du bekommst dieselbe Hilfe, ohne die Angaben des Kunden preiszugeben. Ob das Werkzeug „sich etwas merkt“, ist nicht der Punkt — es hat die Daten bereits erhalten.
Frage 2 von 3
Ein Kollege hat ein kostenloses KI-Werkzeug gefunden, das „viel besser ist als das, was wir haben“. Dürft ihr es für Arbeitsaufgaben benutzen?
✓ Richtig!
Die Freigabe hängt nicht vom Preis ab, sondern davon, ob es eine Vereinbarung darüber gibt, was der Anbieter mit dem tun darf, was ihr sendet.
Frage 3 von 3
Wann ist es in Ordnung, ein Passwort in einen Chatbot einzugeben, um Hilfe zu bekommen?
✓ Richtig!
Niemals. Ein Passwort in einem Chat ist ein Passwort, das du weggegeben hast — und aus Testkonten werden gerne echte Konten.
Gut gemacht!
Du hast einen der Grundkurse absolviert – den alle kostenlos bekommen.
Mit einem kostenlosen Login:
- Deine Punkte, dein Fortschritt und dein Kursnachweis werden gespeichert.
- Du bekommst Kurse, die auf deine Rolle zugeschnitten sind – nicht nur die Grundkurse.
- Wir schicken dir das Training genau dann, wenn du es brauchst – zum Beispiel als Nachfassaktion nach einer Phishing-Simulation.